Kriminal-
prävention


Auszug aus
"Gewalt im Kontext von Großveranstaltungen und Musikfestivals –
ein kriminalpräventiver Ansatz"
von Martin Bölter

__________________________________________________________________________________

„Kriminalprävention ist der beste Schutz, sofern sie vor dem Opferwerden ganz bewahrte“ (1).
Ursprünglich aus dem Lateinischen stammend, meint Kriminalprävention
„Verbrechen bekämpfen“ beziehungsweise „dem Verbrechen vorbeugen“ (2).

Cesare Beccaria schrieb 1764 in seiner kriminalwissenschaftlichen Abhandlung
„Dei delitti e delle pene“:
„Besser ist es, den Verbrechen vorzubeugen als sie zu bestrafen. Dies ist der Hauptzweck jeder guten Gesetzgebung, die in der Kunst besteht, die Menschen zum größtmöglichen Glück oder zum geringstmöglichen Unglück zu führen [...].“ (3) 

Nachdem in Deutschland schon vor Jahrzehnten über die Thematik des „Verbrechen Vorbeugens“ referiert und geschrieben worden ist, ist jedoch besonders nach 1990 ein Umdenken in diesem Bereich erkennbar: „[...] weg von grundlegender Skepsis und hin zu mehr Offenheit und der Bereitschaft, am Präventionsgedanken ausge- richtet initiativ bzw. nachhaltiger als vorher auch aktiv zu werden.“ (4)

Quellennachweis
________________________________________________________________________________
(1) Gebhardt, Christoph (2018): Die Entwicklung des Opferschutzes in Deutschland. I
n: Walsh, Maria et al.: (Hrsg.) (2018): Evidenzorientierte Kriminalprävention in Deutschland. Wiesbaden: Springer VS. S. 59 - 75. S. 59.
(2) Schneiders, Monika; Franke, Karen (2006): Kommunale Kriminalprävention - Bausteine zur kommunalen Sicherheitsvorsorge. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller. S. 29
(3) Beccaria, Cesare (1764): Dei delitti e delle pene. Mailand. (Nach der Ausgabe von
1764, übersetzt durch Alff, Wilhelm (1966): Über Verbrechen und Strafe. Frankfurt am
Main: Insel Verlag). S. 148 f.
(4) Kerner, Hans-Jürgen (2017): Entwicklung der Kriminalprävention in Deutschland.
In: Walsh et. al (Hrsg.) (2017): Evidenzorientierte Kriminalprävention in Deutschland. Wiesbaden: Springer VS. S. 21 - 36. S. 25.

Auszug Ende
_______________________________________________________________________________

Das Präventionsprojekt bewusstSIGN wurde durch Martin Bölter im Rahmen der Erarbeitung einer Bachelorarbeit entwickelt. Bei dem zu dieser Arbeit gehörigen Studium handelt es sich um einen akkreditierten Bachelorstudiengang an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege Güstrow, Mecklenburg - Vorpommern. 
Dieses Studium wird mit dem akademischen Grad 

"Bachelor of Arts - Polizeivollzugsdienst" 

abgeschlossen.

Die Bachelorarbeit mit dem Titel

"Gewalt im Kontext von Großveranstaltungen und Musikfestivals –
ein kriminalpräventiver Ansatz"

umfasste neben der kriminalwissenschaftlichen Beleuchtung der Problematik sexualisierter Gewalt (Phänomenologie) und deren zum Teil langanhaltenden traumatischen Erfahrungen und Auswirkungen auf die Betroffenen und deren Lebensführung (Viktimologie) auch die Betrachtung der Kriminalprävention aus kriminalwissenschaftlicher Sicht. Betrachtet wurden hierin die Ebenen der Kriminalprävention, sowie Beispiele kriminalpräventiver Maßnahmen erläutert und in Vorbereitung auf die theoretische Entwicklung und Vorstellung von
bewusstSIGN in der Arbeit vorgestellt 

Die Bachelorarbeit wurde für den Zukunftspreis Polizeiarbeit 2021 des
Europäischen Polizeikongresses beworben und kann hier erworben werden

Für weitere Informationen zu Kriminalprävention, besuchen Sie folgende Internetseiten*:



SozTheo

* externe Links. Wir übernehmen ausdrücklich KEINE HAFTUNG
für die Inhalte auf den verlinkten Seiten.

Built with Mobirise - Try here